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Die besten Wünsche fürs neue Jahr

Landesvorsitzender Ost Hauptmann Uwe Köpsel
Landesvorsitzender Ost Hauptmann Uwe Köpsel

Der Landesvorsitzende zum Jahreswechsel

Gute Wünsche zu Weihnachtsfest und Jahreswechsel gab es ja in großer Menge. Doch nützen diese Wünsche nur etwas, wenn wir sie mitnehmen in das neue Jahr. Darum habe ich die guten Wünsche des Landesvorstandes bewusst für den Jahresanfang aufgehoben, damit sie nicht in der Fülle der Weihnachtswünsche ungelesen bleiben. Mein erster Gruß mit den besten Wünschen geht in die Ferne. Er richtet sich an alle Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz. Ob im „Brennpunkt Afghanistan“ oder in den „vergessenen Kontingenten“ im Kosovo, in Bosnien und Herzegowina, im Libanon, vor Somalia und am Horn von Afrika, im Sudan oder im Kongo. Gleich wo Sie Dienst leisten, wir wünschen Ihnen alles Gute, und kommen Sie alle gesund wieder aus dem Einsatz zurück.

Dieser Wunsch ist umso wichtiger, kursiert doch ein offener Brief einer kleinen Gemeinde von Leuten, die der Meinung sind, ein gefallener deutscher Soldat sei ein Grund zu feiern. Unter dem makaberen Leitsatz „Feste feiern, wie Sie fallen“, richtet er sich an alle Soldaten im Einsatz. Den Gipfel der Geschmacklosigkeit erreicht dieser Brief in der Ankündigung, an jedem Tag, an dem ein deutscher Soldat im Ausland fällt, eine Flasche Schampus am Ehrenmal der Bundeswehr köpfen zu wollen. So wie Sie fern von unserer Heimat das Recht und die Freiheit unseres Landes verteidigen, werden wir es hier zu Hause nicht zulassen, dass das Ansehen unserer Soldaten mit Schmutz besudelt wird.

Das gilt für alle Bereiche der Gesellschaft! Wir werden hier das Ansehen der Soldatinnen und Soldaten verteidigen und gegen ein weiteres öffentliches „freundliches Desinteresse“ oder gar die „kalte Schulter“ kämpfen. Seien Sie versichert: Der normale Teil der Bevölkerung in Deutschland hat Achtung und Respekt vor der Leistung der Soldaten ihrer Bundeswehr! Aber unser Gruß richtet sich auch an alle Soldatinnen und Soldaten, die im Inland sowie in allen internationalen Stäben und Verbindungsstäben sowie Dienststellen im Ausland die Flagge hochhalten und unter sehr hohen Dienstbelastungen das Tagesgeschäft fortführen.

Wir möchten auch allen zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Angehörigen unserer Soldaten, den Ehemaligen, Reservisten und Hinterbliebenen ein gesundes neues Jahr wünschen. Gehen Sie alle mit genauso viel Engagement und Elan in das Jahr 2010, wie Sie in das vergangene Jahr gestartet sind. Es liegt nach wie vor viel Arbeit vor uns, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Die erst vor kurzem zu Ende gegangene 18. Hauptversammlung hat ein neues „Auftragsbuch“ mit Beschlüssen entstehen lassen, die es jetzt abzuarbeiten gilt. Lassen sie es uns gemeinsam anpacken.

Traditionell geht mein letzter Gruß an alle Politikerinnen und Politiker im Land – dieses Jahr an neue. In den Landtagen, Senaten und im Bundestag gibt es nach den Wahlen viele neue Gesichter. Ich erinnere sie gern noch einmal an ihre Verantwortung. Sie entsenden mit Ihrer Stimme die Soldaten in den Einsatz. Sie bestimmen mit Ihrer Gesetzgebung den Dienstalltag für uns Soldaten. Also ist es Ihre Pflicht, uns den Rücken zu stärken und der Bevölkerung unsere Aufgaben im In- und Ausland zu erläutern. Dies geschieht leider viel zu selten, weshalb Diskussionen, wie wir sie jetzt wieder führen, viel zu oft hochkochen und für uns immer mehr und deutlich spürbar am Ziel vorbeigehen. Wer Soldaten in einen Einsatz entsendet, muss auch die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen. Da nutzt es wenig, wenn politische Abgrenzungsdebatten zwischen Regierungskoalition und Opposition geführt werden. Ohne unserem Verteidigungsminister zu Guttenberg das Wort reden zu wollen, aber das ist in der Tat schon politischer Klamauk, der in mancher Debatte stattfindet. Die Sicherheitsinteressen unseres Landes dienen dem Wohl eines ganzen Volkes und sind keine eitlen Einzelinteressen. Deshalb bin ich der Meinung, dass es, wenn es um die Sicherheit unseres Landes geht, eine Gemeinschaftsaufgabe ist, die im engen Schulterschluss aller politischen Fraktionen stattzufinden hat. Die eine oder andere Sekunde des Denkens, bevor eine Meinung geäußert oder ein Arm zur Abstimmung gehoben wird, nützt sicher allen von uns. Denken sie mal drüber nach. Unter den Funkern und bei den Fernmeldern bringt man das eben gemeinte auf eine kurze Formel: denken – drücken – sprechen!


Herzlichst Ihr

Uwe Köpsel

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am 23.8.2010


 
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